Plasma-Fasen-Schneidsystem von Sato Schneidsysteme mit zwei Brennern.

Trenntechnik

Vom Rohling bis zum Fertigteil auf einer Anlage

Mit der Baureihe DHD-S präsentiert Sato auf der Euroblech 2018 ein Multifunktions-System, das Autogenschneiden, Plasma-Fasen-Schneiden und Bohren kombiniert.

Damit Herstellwerke nahezu alle Fertigungsprozesse im Zuschnitt und in der Anarbeitung vom Flachmaterial – vom Rohling bis zum Fertigteil – in einer Anlage abdecken können, hat der Maschinenbauer Sato Schneidsysteme aus Mönchengladbach eine Kombinationsanlage zum Autogenschneiden, Plasma-Fasen-Schneiden und Bohren von Plattenmaterial bis 300 mm Dicke entwickelt. Vorgestellt wird das System auf der Euroblech 2018.

Plattenmaterial bis 300 mm Dicke ohne Unterbrechung schneiden

Abhängig von Dicke und Material kommt das schnelle Plasmaschneidverfahren zum Einsatz, bei Plattendicken bis 300 mm kann der zusätzliche Autogen-Brennschneidkopf verwendet werden. Der Sato-Plasma-Winkelschneidkopf kann hierbei direkt im Zuschnitt Fasen von +/- 45 Grad auch geschwungen und konturumlaufend erzeugen. Dieser Winkelkopf ist „endlos drehbar“ ausgeführt. So kann das System auch komplizierte Konturverläufe ohne Unterbrechung schneiden. Über die Technologietabellen in der CNC-Steuerung werden die Winkelfehler am Plasma-Lichtbogen ausgeglichen, um eine verbesserte Schnittkante zu erzeugen.

Die Sato-Baureihe DHD-S basiert auf einer auf Schienen verfahrbaren Portal-Schneidbrücke mit zwei Linearführungen auf der Brückenfrontseite, so dass die Schlitten des Plasma-Winkelschneidkopfes und des schweren Bohraggregats präzise, schnell und laufruhig bewegt werden.

Bohraggregat für Bohrungen, Gewinde und Senkungen

Das Bohraggregat des deutschen Herstellers Suhner verfügt über einen automatischen Werkzeugwechsler und kann neben Bohrungen bis 40 mm Durchmesser auch Gewinde und Senkungen erzeugen. So kann schon im Zuschnitt auch in dickem Plattenmaterial, ohne erneutes Aufspannen und Ausrichten, eine mechanische Bearbeitung erfolgen.

Moderne CNC-Steuerungstechnik bietet verschiedene Möglichkeiten

DXF-Dateien können direkt an der Maschine eingelesen und Schneidprogramme für bis zu 99 Standardkonturen, beispielsweise von Flanschen, Rechtecken und Ronden, in der Sato-Maschinensteuerung als Makros geöffnet, angepasst, parametriert und auch geschachtelt werden.
Neben dieser „Werkstattprogrammierung“ kann über eine Anbindung an das Firmennetzwerk und mit den verfügbaren Postprozessoren für alle handelsüblichen CAD/CAM-Systeme die Erstellung der Schneid- und Schachtelpläne auch zentral in der Arbeitsvorbereitung am PC erfolgen.

Foto: Schuler

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