Für APS-Simulationen gibt es unterschiedliche Anwendungsfälle. Beispielsweise zeigen sie auf, welche Auswirkungen ein Eingriff in die automatisierte Ressourcenplanung haben wird.
Foto: Proalpha

Software

Wie Simulationen die Produktionsplanung optimieren

Der ERP-Hersteller Proalpha hat Anwendungsfälle identifiziert, die von der Simulation einer Multiressourcenplanung besonders profitieren.

Bei der Fertigungsplanung gilt es, viele sich gegenseitig beeinflussende Faktoren zu berücksichtigen und auch bei zusätzlichen Variablen den Überblick zu behalten. Dabei kann eine automatisierte Multiressourcenplanung – auch Advanced Planning and Scheduling (APS) genannt – helfen. Indem sie bei der Auftragsterminierung alle bekannten Abhängigkeiten und Engpässe beachtet, behalten Anwender ihre Termine und Kosten stets im Blick – vorausgesetzt, das APS ist mit dem ERP-System integriert.

Manchmal ist Eingriff in die automatisierte Produktionsplanung nötig

Meist bieten APS-Systeme die Möglichkeit, bei Bedarf manuell in die Feinplanung einzugreifen. Doch mit welchen Auswirkungen auf die Gesamtplanung und Auslastung muss dann gerechnet werden? Simulationen bieten in solchen Fällen Planungssicherheit und zeigen im Idealfall alle Unterschiede zur aktuellen Planung an. Wichtig dabei ist: Die Simulation sollte direkt in die Produktivumgebung übernommen werden können.

Für welche Fragestellungen sich derartige Simulationen dann nutzen lassen, fasst der ERP-Anbieter Proalpha folgendermaßen zusammen:

1. Planungsoptionen

Anwender können diverse Möglichkeiten durchgehen und sich somit dem für die aktuelle Situation optimalen Planungsergebnis annähern: Welche Auswirkung hätte beispielsweise die Fremdvergabe bestimmter Aufträge? Wie verzögern sich die Endtermine aller Aufträge, wenn ein Auftrag dazwischengeschoben wird? Welche Aufträge wären überhaupt betroffen? Und wann könnte ein zusätzlicher Auftrag frühestens angenommen werden, ohne die Termine anderer Aufträge zu gefährden?

2. Ursachenklärung

Warum schlägt das APS nicht eine vermeintlich schnellere Arbeitsabfolge vor? Mit einer Simulation kann der Anwender seine Präferenzen überprüfen. Indirekt erhält er damit Informationen über die Gründe und lernt auch die Arbeitsweise des Algorithmus Schritt für Schritt besser kennen. Jede neue Simulation hilft dem Anwender einzuschätzen, wann er die Arbeit dem APS überlassen kann und wann er eingreifen sollte.

3. Optimierung der Planungsparameter

Eine Simulation kann auch in der Rückschau nützlich sein. Etwa, wenn die komplett optimierte Situation am Morgen mit der neuen, simulierten Planung am Ende eines Arbeitstages verglichen wird. Die Delta-Betrachtung illustriert hier auf einen Blick, welche neuen Aufträge und Einflussfaktoren sich im Lauf des Tages ergeben haben und wie sie sich auf die Planung des kommenden Tages auswirken. Außerdem zeigt sie, ob die gewünschten Ergebnisse tatsächlich so eingetroffen sind. Etwa, ob eine im System hinterlegte frühestmögliche Beschaffungszeit tatsächlich auch so realisierbar war. Diese Erfahrungen verbessern die weiteren Planungsmethoden und -parameter, so dass das automatisierte Planungsergebnis immer weiter optimiert wird.

Auch die beste Simulation kann nicht 100-prozentig stimmen

Bei aller Automatisierung muss jedoch eines klar sein: Selbst wenn sich die Ergebnisse einer Simulation auf Knopfdruck direkt in die produktive Multiressourcenplanung übernehmen lassen, wird das tatsächliche Resultat mit hoher Wahrscheinlichkeit leicht abweichen. Denn während das Simulationsszenario entworfen wird, entwickelt sich die reale Situation in der Produktion bereits weiter.

Trotzdem ist eine APS-Simulation ein höchst wertvolles Werkzeug. Denn sie liefert eine sehr realitätsnahe Antwort auf die hochkomplexe Frage: Was wäre wenn?

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